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Geschichte des Buss Areal

Das Buss-Areal ist ein geschichtsträchtiges Industrieareal in Pratteln. Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1883 mit der Gründung einer Bau- und Kunstschlosserei durch Carl Albert Buss in Basel. Über die Jazehnte entwickelt sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Industriebetrieb. Heute vereint der Buss Industriepark zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze und befindet sich mit der Entwicklung von Bredella in einem schrittweisen Wandel.

1883 gründet Carl Albert Buss in Basel eine Werkstatt für Bau- und Kunstschlosserei. 1893 eröffnet das Unternehmen einen Standort in Pratteln und spezialisiert sich auf den Stahlwasserbau. 1948 entsteht eine der grössten Erfindungen aus Pratteln: der erste KO-Kneter, eine besonders effiziente Maschine zur Folienherstellung. Zwischen 1979 und 1990 erlangt die Georg Fischer AG die Mehrheit des Aktienkapitals, bevor der Luzerner Hermann Alexander Beyeler 2001 das ehemalige Fabrikgelände zum heutigen Buss Industriepark entwickelte. 2022 übernimmt die Ina Invest AG das Areal. Im Zuge der Fusion mit der Cham Group AG wird 2025 die Cham Swiss Properties AG neue Eigentümerin des Buss Industrieparks. 2026 verlegt die Rohrbogen AG nach 90 Jahren am Standort Pratteln ihren Produktions- und Bürostandort nach Möhlin. Auf dem ehemaligen Rohrbogen-Areal beginnen die Rückbauarbeiten und damit die erste Etappe der Entwicklung von Bredella West. Am 23. September wird mit dem symbolischen Abbruch eines Teils des Batteriesilos der offizielle Baustart gefeiert.

Geschichtsträchtige Chronologie
  • 1883
    Carl Albert Buss
    Carl Albert Buss gründete 1883 an der Clarastrasse 51 in Basel eine Werkstatt für Bau- und Kunstschlosserei.
  • 1893
    Eröffnung Albert Buss & Cie.
    Albert Buss & Cie. eröffnet in Pratteln eine Werkstatt mit der Spezialisierung auf Stahlwasserbau.
  • 1898
    Reichenbachfall-Bahn
    Bau der Bogenbrücke über den Reichenbach der Reichenbachfall-Bahn.
  • 1900
    Das Kraftwerk Wangen an der Aare und das Stauwehr Rheinfelden wird gebaut.
  • 1905
    Bau der Mittleren Brücke über den Rhein in Basel.
  • 1908
    Bau der Solothurn-Moutier-Bahn und des Weissensteintunnels.
  • 1910
    Erweiterung zum Behälter-, Kessel- und Tankbau sowie Apparatebau.
  • 1910
    Die Bernina-Bahn wird gebaut.
  • 1912
    Carl Albert Buss stirbt am 1. Oktober 1912 mit 50 Jahren.
  • 1919
    Am 30. Mai 1919 wird die Firma Buss AG im Handelsregister eingetragen.
  • 1923
    Buss nimmt das erste chemisch-physikalische Labor in Betrieb.
  • 1932
    Bau der Dreirosenbrücke über den Rhein in Basel.
  • 1936
    Der Beschäftigungsgrad wird auf 40 Prozent herabgesetzt – zeitweise wird der Betrieb sogar stillgelegt.
  • 1946
    Buss startet mit dem Bau von Misch- und Knetmaschinen. Es wird ein Prototyp für den «Buss-Ko-Kneter (System List)» gefertigt.
  • 1948
    Buss liefert den ersten KO-Kneter aus: eine der innovativsten Erfindungen aus Pratteln.
  • 1954
    Buss erhält erste Engineering-Aufträge der Ciba AG für Pharma-Anlagen. Daraus soll eine jahrelange Zusammenarbeit entstehen.
  • 1960
    Buss baut die St. Albanbrücke in Basel. Es sind glänzende Zeiten für den Stahlwasserbau.
  • 1973
    Die werkseigene Kantine «Buss Pub» wird eingeweiht. Das Unternehmen floriert.
  • 1979
    Die Georg Fischer AG erwirbt 50 % der Aktien der Buss AG.
  • 1982
    Ein Meilenstein: Absorptionskolonnen mit 5 Meter Durchmesser und 87 Tonnen werden hergestellt und nach Australien geliefert.
  • 1986
    Baubeginn für das neue Lager- und Bürogebäude «Nordost». Einführung der Just-in-Time-Philosophie im Maschinenbau.
  • 1990
    Georg Fischer AG erlangt die Aktienkapitalmehrheit der Buss AG.
  • 1994
    Die Umgestaltung des Werkes in Pratteln ist abgeschlossen. In Pratteln konzentriert man sich auf die Fabrikation von Ko-Knetern.
  • 1997
    Buss gliedert sich neu in vier Geschäftsbereiche: Kunststoffe, Chemieanlagen, Stahl-/Wasserbau sowie Immobilien & Service.
  • 2000
    Krupp Werner & Pfleiderer, Waeschle und Buss Compounding Systems schliessen sich zusammen: die Coperion Gruppe entsteht.
  • 2001
    Georg Fischer AG verkauft die Buss Immobilien und Service AG an Hermann Alexander Beyeler.
  • 2009
    Der Industriepark entwickelt sich weiter. Das Anaxo-Gebäude wird fertig gestellt.
  • 2013
    Im Anaxo Ost ist einerseits Industrie aber auch die Galerie Beyeler.
  • 2022
    Hermann Alexander Beyeler verkauft die Buss Immobilien und Service AG an Ina Invest.
  • 2025
    Mit der Fusion der Ina Invest AG und der Cham Group AG am 8. April 2025 entsteht die Cham Swiss Properties AG. Im Zuge der Neuorganisation der Gesellschaftsstruktur werden auch die bisherigen Gesellschaften Buss Immobilien und Service AG sowie Bredella AG in die neue Unternehmensstruktur integriert. Die Arealentwicklung und Bewirtschaftung werden seither unter dem Dach der heutigen Bredella AG, einer Tochtergesellschaft der Cham Swiss Properties AG, weitergeführt.
  • 2026
    Die Rohrbogen AG verlegt nach 90 Jahren am Standort Pratteln ihren Produktions- und Bürostandort nach Möhlin. Auf dem ehemaligen Rohrbogen-Areal beginnen die Rückbauarbeiten und damit die erste Etappe der Entwicklung von Bredella West. Am 23. September wird mit dem symbolischen Abbruch eines Teils des Batteriesilos der offizielle Baustart gefeiert.
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